Gitarre lernen am Computer
 
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FAQ ... Das Instrument ... Was ist der Unterschied zwischen geleimtem und geschraubtem Hals?
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Was ist der Unterschied zwischen geleimtem und geschraubtem Hals?

Matthias schrieb uns:

Ich hätte eine Frage hätte zum Thema E-Gitarre. Man liest oft etwas von geschraubtem oder geleimtem Hals... Was ist besser davon? Gibt es Unterschiede in Haltbarkeit und Klang?

Die Antwort:

Da ich kein Gitarrenbauer bin, kann ich den Unterschied nicht im Detail beurteilen. Sicher gibt es für den Gitarrenbauer Beweggründe, sich für die eine oder andere Art der Verbindung des Halses an den Korpus zu entscheiden. Das berühmte Gibson-Modell "Les Paul" hat beispielsweise einen geleimten Hals. Der Hals wird also in den Korpus eingeleimt, die Verbindung wird durch eine spezielle Einpassung - den Schwalbenschwanz - stabilisiert. Die Les Paul hat einen besonders warmen Sound mit viel Sustain (Nachklang nach Anschlag), was von manchen Experten auf die geleimte Verbindung zurückgeführt wird. Da das Schwingen der Saite von der Schwingung des Holzes beeinflusst bzw. getragen wird, kann die Verbindungsart zwischen Hals und Korpus durchaus eine klangbeeinflussende Angelegenheit sein. Die Frage is nur, ob der Unterschied zwischen geleimt und geschraubt hörbare Unterschiede ausmacht. Viel entscheidender für das Sustain der Les Paul ist nämlich die Dicke des Halses, die im Vergleich zu anderen Gitarren größer ist. Der große Konkurrent von Gibson ist Fender, und die berühmte Stratocaster (Jimi Hendrix) ist eine Gitarre mit geschraubtem Hals. Hierbei wird der Hals mit Holzschrauben befestigt. Die Verbindungstechnologien sind für beide Varianten heute soweit ausgereift, dass hinsichtlich der Stabilität und Haltbarkeit Unterschiede nicht mehr ins Gewicht fallen. Ich habe noch keinen E-Gitarren-Hals abbrechen gesehen, es sei denn man verwendet die E-Gitarre als Axt. Ich würde ehrlichgesagt auf diesen feinen Unterschied beim E-Gitarrenkauf nicht achten, sondern nur auf meine Ohren und mein Gefühl. Und für Anfänger ist der Unterschied m.E. absolut irrelevant.


Andere Fragen aus dieser Rubrik:

Wie renoviert man eine Gitarre?

Beate schrieb uns:

Hallo, mein Sohn, 9 Jahre, will Gitarre lernen. Bevor wir ihm eine eigene Gitarre kaufen, darf er auf Papa`s alter Gitarre anfangen. Diese Gitarre möchte ich etwas aufpäppeln, das heißt polieren evtl. neu lackieren. Kann man das mit normaler Holzpflege bzw. Klarlack machen, oder braucht man dazu Spezialpflegemittel? Es wäre nett, wenn Sie mir einige Tipps geben könnten.

Die Antwort:

Tips zur Renovierung einer alten Gitarre: Als erstes prüfen, ob es sich überhaupt lohnt, Zeit und Geld in das Instrument zu investieren. Das heißt, dass der Korpus keine Holzrisse haben sollte und sich der Hals sowie der Steg nicht vom Korpus ablösen - das wären nämlich Schäden, die nur mit teils hohem Aufwand vom Spezialisten zu beheben wären. Nun muss die Mechanik geprüft werden, am besten mit aufgespannten Saiten. Alle Wirbel sollten sich leicht drehen lassen, die Zahnräder fest in die Schnecken greifen bzw. die Schnecken fest in der Verankerung sitzen. Ansonsten kann eine Mechanik als Ersatzteil neu gekauft werden, ca. 10,00 EUR. Nun sollten die alten Saiten entfernt werden. Alle Metallteile ( Bundstäbe, Mechanik) mit einem handelsüblichen Metallreinigungsmittel poliert. Alle Holzteile werden mit handelsüblicher Möbelpolitur o.ä. gereinigt. Unbedingt einen Komplettsatz neuer Saiten aufspannen und stimmen, das peppt den Klang erheblich auf. Vorsicht bei einer Lackierung. Davor muss man nämlich den alten Lack entfernen. Normalerweise wird für den Korpus ein sehr dicker Hochglanz-Lack verwendet - für den Hals und den Kopf ein wenig glänzender. Das Griffbrett wiederum wird nur lasiert. Wenn es nicht unbedingt nötig ist, sollte man sich den Aufwand der Lackierung eher sparen.

Wieso sind die Basssaiten eines Satzes Nylonsaiten aus Stahl?

Nils schrieb uns:

Auf der Gitarre sind 6 Saiten aufgezogen - 3 davon sind sichtbar aus Nylon. Aber die 3 Basssaiten sehen wie Stahlsaiten aus. Gibt es die auch in dem Material wie die hohen Saiten ? Die lassen sich nämlich viel angenehmer greifen.

Die Antwort:

Die drei tiefen Saiten E,A und D sind innen ebenfalls aus Kunststoff. Sie sind nur mit einem dünnen Metallfaden umwickelt. Wenn der Metallfaden bei alten Saiten langsam aufdrieselt, sieht man das genau. Im Gegensatz zu den Basssaiten eines Satzes Nylonsaiten, haben Stahlsaiten einen Kern aus Stahl. Es gibt meines Wissens keine nicht umsponnenen Bass-Nylon-Saiten. Höchstens Spezialsaiten, bei denen die Windungen abgeschliffen sind und somit die zwangsläufig auftretenden Rutschgeräusche minimiert werden. Diese sind aber selten und teuer.

Wie stellt man die Klangregler an E-Gitarre und Verstärker ein?

Rudolf schrieb uns:

Wie stellt man die Regler Treble, Middle und Bass am Verstärker ein und was erreicht man mit den 5 Reglern an der E-Gitarre?

Die Antwort:

Das elektrische Signal der E-Gitarre wird in den Tonabnehmern aufgrund der Saitenschwingung erzeugt (Induktion). An der E-Gitarre gibt es mindestens einen, und maximal 3 Tonabnehmer. Diese sind einzeln deutlich sichtbar. An den allermeisten E-Gitarren kann man wählen, welcher Tonabnehmer aktiv sein soll. Da jeder Tonabnehmer an einer anderen Saitenposition die Schwingung abgreift, erhält man so unterschiedliche Sounds. Bei E-Gitarren mit zwei Tonabnehmern gibt es meistens 3 Einstellungen: Stegtonabnehmer aktiv, beide Tonabnehmer aktiv, Halstonabnehmer aktiv. Bei Gitarren mit zusätzlichem Singlecoil in der Mitte gibt es 5 Einstellungen: Steg, Steg und Mitte, Mitte, Mitte und Hals, Hals. Je nach Gitarrentyp kann man für die Tonabnehmer separat oder global die Lautstärke (Volumen) und den Klang regeln. Bei letzterem werden meist nur die hohen Frequenzen abgeschnitten, damit man den Ton nach Bedarf etwas weicher einstellen kann (wird gern im Jazz gemacht). Die Lautstärkeregelung an der Gitarre hat den Sinn, dass man unabhängig vom Verstärker Soundänderungen während des Spielens vornehmen kann. Für die generelle Klangeinstellung sollte man jedoch die Klangregelung am Amp gebrauchen. Heute gibt es bei fast jedem Verstärker einen Höhen-, Mitten- und Bassregler. Das Frequenzspektrum des Gitarrensounds ist also in drei Teile geteilt, die man einzeln anheben oder absenken kann. Diese Einstellungen können je nach Instrument, Stil und Geschmack vorgenommen werden. Man kann hier aber auch genügend falsch machen. Bei leisungsstarken Verstärkern sollte man mit dem Bass sparsam umgehen, ansonsten stört man den Bassisten. Höhen sollten nicht aus Angst vor Verspielern rausgedreht werden, andernfalls hört man die Gitarre schlecht. Zuviele Mitten machen den Gitarrensound nasal, quäkig und nervend. Am besten ist, wenn man alle Regler erstmal in die Mittelposition stellt und dann hört, was bei den Drehbewegungen passiert. Ein guter Verstärker sollte bei einer Standardeinstellung schon gut klingen.

Wie wechsle ich eine Saite bei der E-Gitarre?

Maria schrieb uns:

Bei meiner E-Gitarre ist eine Seite gerissen. Ich weiß nicht, wie man die Saite wechselt. Können Sie mir Tips geben?

Die Antwort:

Der Wechsel von Saiten ist bei der klassischen Nylon-Saiten-Gitarre wesentlich schwieriger als bei der E-Gitarre. Bei der Konzertgitarre macht das Knoten der Schlaufe und das feste Umwickeln der Wellen meistens am Anfang Schwierigkeiten. Da Du aber eine E-Gitarre hast, dürfte der Wechsel einer Saite kein Problem sein. Zunächst brauchst Du natürlich eine Ersatzsaite. Das klingt erstmal einfach, hat aber seine Tücken, denn saite ist nicht gleich Saite. Welche Saite gerissen ist (E,A,D etc.) , das kriegst Du ja hoffentlich mit. Allerdings gibt es bei E-Gitarren-Saiten-Sätzen verschiedene Stärken. Eine grobe Unterscheidung ist gemessen an der hohen E-Saite ( von dünn nach dick) 009, 010 und 011. Die meisten E-Gitarren im Laden haben heutzutage 009er Saiten. Es gibt dann noch interne Unterschiede bei den Stärken der tiefen Saiten, aber die wesentliche Unterscheidung steht in Form dieser Zahlen mit auf dem Satz drauf. Ich nehme an, dass Du kein Floyd-Rose-System hast, bei dem die Saiten aufgrund des Feinstimmsystems eingespannt werden. Also erkläre ich kurz den Wechsel einer Saite bei der normalen E-Gitarren-Form. Am häufigsten sind die Stratocaster-Gitarren oder artverwandte Modelle anzutreffen, bei der an der Rückseite des Korpusses eine Plastikplatte zu sehen ist, die genau 6 kleine Löcher hat. Schaut man mal genau da rein, z.B. mit einer Taschenlampe, dann sieht man drinnen die 6 kleinen Rollen der Saiten, die die Saiten hinter dem Steg festhalten. Wenn eine Saite gerissen ist, dann steckt eine Rolle locker drin oder ist vielleicht schon rausgefallen und sie fehlt. Mit ein bisschen Geschick wird die neue Saite durch das Plasteloch so eingefädelt, dass sie an der Vorderseite des Korpus, und zwar am Steg wieder rauskommt. Nun die Saite durchziehen und nachsehen, ob sie wirklich bis zum Ende durchgezogen wurde. Jetzt wird die Saite über das Griffbrett geführt, am Sattel in die freie Rille gelegt und durch das Loch der Mechanik-Welle gefädelt und vollständig durchgezogen, so dass die saite halbwegs gerade liegt. Nun ein kleiner Trick. Man fässt die Saite am Sattel an und zieht sie noch einmal um ca. 2 Bundstäbchen zurück. das ist die länge, die dann aufgedreht werden soll. Das ist wichtig, sonst besitzt die Saite am Ende keine Festigkeit. Nun wird aufgekurbelt. Die Stahlsaite kann am Loch der Mechanik etwas geknickt werden. Mit der linken Hand dreht man und mit der rechten Hand hält man die Saite straff, das vereinfacht das Wickeln. Wenn die saite schön straff geworden ist, kann man den überstehenden Rest an der Welle der Mechanik mit einem saitenschneider abschneiden. Nun wird gestimmt. Stahlsaiten gewöhnen sich schnell an die richtige Spannung und bleiben alsbald in der richtigen Stimmung.

Kann eine Gitarre alt und unbrauchbar werden, wenn sie herumliegt?

Anonymus schrieb uns:

Wie lange halten sich Nylonsaiten, wenn sie kaum bespielt wurden? Sind sie nach 3 Jahren noch in Ordnung? Kann eine Gitarre, wenn sie zu lange unbespielt herumliegt, irgendwie "schlecht" werden?

Die Antwort:

Das größte Problem für alle Arten von Saiten ist der Rost, der sich bekanntermaßen einstellt, wenn das Raumklima des Lagerraums eine entsprechende Luftfeuchtigkeit besitzt. Da ein Satz Saiten aber nicht so teuer ist, sollte man sich nach mindestens einem Jahr einen neuen kompletten Satz Saiten aufspannen. Egal, ob die Gitarre gespielt wurde oder nicht. Es gibt sogar einen Vorteil, wenn die Gitarre nicht gespielt wird - die Saiten nutzen sich nicht ab und verdrecken auch nicht durch Hautpartikelchen beim Spielen. Nach 3 Jahren also bitte die Saiten wechseln. Abgesehen von den Metallteilen, die ja ebenfalls rosten können, leidet eine Gitarre nicht durch das bloße Herumliegen. Voraussetzung allerdings ist die sachgerechte Lagerung in einer Hülle und ein trockenes Raumklima ( beheizte Wohnung - weder Boden noch Keller, Schuppen etc.). Durch Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen wird nämlich auch das Holz der Gitarre in Mitleidenschaft gezogen. Und das meist irreparabel. Leimstellen können sich lösen und der Hals kann sich für immer verziehen.

Wie kalibriere ich ein Stimmgerät?

Björn schrieb uns:

Ich habe ein Stimmgerät, wo der Kalibrierungsbereich von 435Hz bis 445Hz verstellt werden kann. Welche Frequenz wäre für ein normales Stimmen korrekt. Im Moment nutze ich 438Hz und habe das Gefühl, dass es nicht richtig ist. MfG Björn-Eric Busse

Die Antwort:

Die bei der Kalibrierung möglichen Frequenzen sind die Frequenzen des Kammertons a. Am Kammerton wird die Stimmung also festgemacht. Die Standard-Stimmung heutzutage sind 440 Hz. Elektronische Klangerzeuger wie Synthesizer, E-Pianos und MIDI-Soundkarten arbeiten mit 440 Hz. Normalerweise sind auch alle anderen Instrumente auf 440 Hz gestimmt, aber bei Klavieren weicht das manchmal ab. Orchester handhaben es mit der Stimmung variabel. Man geht sogar davon aus, dass der Kammerton a früher tiefer oder auch höher war. Auf die Frage bezogen also: Eine Gitarre stimmt man auf 440 Hz und kalibriert demnach das Stimmgerät auf 440 Hz.

Reisen mit Gitarre: Gitarrenkoffer oder Gitarrentasche?

Anonymus schrieb uns:

Ist es vorteilhafter bei einer weiten Reise einen Gitarrenkoffer zu verwenden oder reicht ein normales Gigbag?

Die Antwort:

Also die Entscheidung für das eine oder andere hängt von zwei Dingen ab. 1. Ist die Gitarre besonders wertvoll? 2. Reisen Sie mit Auto, Zug oder Flugzeug? Hochwertige Instrumente sollten generell in einem Koffer transportiert werden, weil Sie damit vor äußeren mechanischen Einwirkungen besser geschützt sind. Ein Schlag mit einem spitzen Gegenstand kann eine Gitarre durch eine Gitarrentasche hindurch beschädigen. Ein Koffer hält da mehr aus. Die Wahrscheinlichkeit, dass sowas beim gewöhnlichen Transport passiert ist nicht so hoch, aber bei einem wertvollen Instrument sollte man diese einkalkulieren. Bei einem herkömmlichen Instrument (ca. < 600 EUR) sollte man für eine Reise aber bedenken, dass ein Koffer wesentlich sperriger und schwerer ist als die Tasche. Reisen Sie mit dem Flugzeug, müssen Sie überlegen, ob Sie das Instrument als Handgepäck oder als Gepäckstück transportieren wollen. Im Handgepäck reicht eine Tasche. Wenn die Gitarre aber im normalen Gepäck geflogen wird, ist ein Koffer besser. Im Auto nimmt ein Gitarrenkoffer aber wieder wesentlich mehr Platz weg, ist aber nicht zwingend erforderlich. Im Zug sollten sie ebenfalls bedenken, dass ein Koffer möglicherweise nicht auf die Gepäckablage passt und hingestellt werden müsste. Da macht sich eine Gitarrentasche vielleicht auch besser.

Welche Gitarrengröße gibt es bei E-Gitarren?

Matthias schrieb uns:

Ich bin 1,86m groß und würde gerne E-Gitarre spielen lernen. Nun kenne ich mich überhaupt nicht mit Gitarrengrößen aus und weiß nicht, auf was ich beim Kauf einer E-Gitarre achten muss. Können Sie mir vielleicht ein paar Tipps zum Kauf und der Gitarrengröße geben?

Die Antwort:

Bei der E-Gitarre kommt das deutlich zum Tragen, was bei der Konzertgitarre oft missverstanden wird. Es gibt eigentlich nur eine Standardgröße - nämlich die Größe, die das Instrument haben muss um gut zu klingen und trotzdem handhabbar zu sein. Fraglos gibt es im Detail Unterschiede hinsichtlich der Größen-Eckdaten, vor allem bei der Konzertgitarre. Aber alle von der Standardgröße abweichenden Modelle sind Kinder- bzw. Jugendlichengrößen - also Spezialgrößen. Da die E-Gitarre seltener von Kindern nachgefragt wird, gibt es da nur vereinzelt Spezialgrößen. Für Sie kommt jede E-Gitarre in Frage, es sei denn, es ist eine E-Gitarre für Kinder (die werden aber extra ausgewiesen). Hinsichtlich der Halsbreite gibt es bei E-Gitarren kaum nennenswerte Unterschiede - darauf brauchen Sie nicht zu achten. Für kleine Menschen wäre allenfalls noch das Gewicht von Interesse. Ansonsten gilt: Sie können die E-Gitarre kaufen, die Ihnen optisch gefällt, hinsichtlich der Größe können sie nichts falsch machen. Was allerdings die klanglichen und technischen Aspekte angeht, schauen Sie mal auf unserer Website in die Rubrik >Gitarrentips<. Da gibt es sowohl einen Artikel für den Gitarrenkauf allgemein als auch über die E-Gitarre speziell.

Saitenschnarren/Saitenklirren auf der Gitarre

Jens schrieb uns:

Ich bin Anfänger und habe eine neue Gitarre gekauft. Gleich zu Beginn fiel mir auf, dass die D-Saite schnarrte. Der Händler sah das auch so und zog eine neue auf. Nur: Die schnarrt meiner Meinung nach auch. Sie klingt nur dann gut, wenn ich die Saite direkt vor dem Bundstäbchen runterdrücke. Je weiter ich nach hinten gehe (schon wenn ich in der Mitte bin schnarrt sie). Der Händler sagt, es wäre mein Fehler, Anfänger halt. Stimmt das? Kann es daran liegen, dass es eine Rechtshändergitarre ist, die auf Linkshänder umgepolt wurde?

Die Antwort:

Eins vornweg. Ich bin kein Gitarrenbauer und kann die Probleme mit dem Saitenschnarren nur aus der Sicht des erfahrenen Spielers beleuchten. Das Schnarren kann auf zweierlei Weise entstehen, was auch genau der Streitpunkt zwischen Ihnen und dem Händler ist. Variante 1: Eine exakt gegriffene Saite schlägt bei ihrer Schwingung immer wieder auf einen oder mehrere Bundstäbe im Bereich zwischen gegriffenem Bund und Steg. Da die Saite mit einer hohen Frequenz schwingt und immer wieder anschlägt, hören wir kein Schlagen sondern ein Schnarren oder klirren. Diese Form des Saitenklirrens ist ein Mangel am Instrument und kann durch exaktes Greifen nicht verhindert werden. Bei billigen Instrumenten wird zugunsten einer niedrigen Saitenlage der Steg nicht allzu hoch eingesetzt. Die Folge ist, dass der Abstand zwischen schwingender Saite und den Bundstäbchen zu gering ist - mit dem Ergebnis Schnarren. Bei teureren Instrumenten kann mit der Wölbung des Halses möglicherweise entgegengewirkt werden. Das einzige was man hier noch probieren kann, wäre: eine Saite aufzuziehen, die eine größere Spannung (Tension) besitzt. Ihre Amplitude ist geringer, das Schnarren möglicherweise weg. Das hat der Händler ja eventuell versucht zu erreichen. Aber dass der Ärger tatsächlich an der Variante 2 liegt, ist nicht auszuschließen: Dabei wird die Saite nicht fest genug ans Bundstäbchen gedrückt und vibriert auf dem Bundstäbchen, auf dem sie normalerweise aufliegen sollte. Ein geübtes Ohr kann Variante 1 und Variante 2 unterscheiden, weil der Dämpfungsgrad beim Vibrieren höher ist als beim Aufschlagen. Was bei Ihnen nun die Ursache ist, lässt sich aber auch anders feststellen. Als erstes sollte die leere, nicht gegriffene d-Saite getestet werden. Am besten mit einem angelegten Daumenanschlag, der erzeugt eine testfähige Amplitude (Daumen an die d-Saite legen und in Richtung der nächsten Saite -g- drücken). Wenn's da schon klirrt, ist der Fall klar. Wenn nicht, kommt ein weiterer Test hinzu. Dazu braucht man einen Kapodaster o.ä.. Diesen befestigt man ordentlich im Bund, in dem man Klirren beobachtet hat. Dann die Saite wieder anschlagen. Wenn's jetzt klirrt, kann also der Finger nicht schuld sein. Wenn nicht, dann hat der Händler recht. Die Sache mit der linksrum bespannten Rechtshändergitarre könnte insofern eine Rolle spielen, weil der Steg zuweilen in Richtung der hohen Saiten abflacht. Die haben meistens geringere Amplituden und können ruhig flacher sein. Den Steg kann man aber eigentlich herauslösen und drehen.

Ist eine E-Gitarre gut zum Anfangen?

Anonymus schrieb uns:

Ich bin großer Bob Marley-Fan und möchte gerne E-Gitarre lernen. Nun gibt es bei Epiphone eine Les Paul Special mit Bob Marley vorne drauf. Meine Frage: Ist diese Gitarre auch gut zum Anfangen? Weil ich was von wegen breiteres Griffbrett gehört habe.

Die Antwort:

Wenn Sie E-Gitarre lernen wollen, sollten Sie auch gleich eine E-Gitarre kaufen. Ich kenne Ihr favorisiertes Instrument nicht, aber Epiphone kann mittlerweile als Markenfirma bezeichnet werden. Sie machen damit bestimmt nichts falsch. Der Saitenabstand ist bei E-Gitarren kleiner als bei Konzertgitarren. Vorteil ist, dass der Weg der Finger bis zur tiefsten saite nicht so weit ist. Speziell kleinere Hände profitieren davon. Nachteil ist, dass man sich bei bestimten Griffen mehr anstrengen muss, um das ungewollte Abdämpfen benachbarter Saiten zu verhindern. Die Saiten auf der E-Gitarre sind dünner, das hebt den geringen Saitenabstand ein wenig auf. Es hat aber keinen Sinn, wegen der beschriebenen Nachteile erstmal eine Konzertgitarre zu kaufen, wenn man eigentlich E-Gitarre spielen will. Dann muss man sich gleich dran gewöhnen. Und das geht auch.

Was ist der Unterschied zwischen Röhren- und Transistorverstärker?

Denny schrieb uns:

Ich habe jetzt einen Verstärker - Marshall AVT 150 H - und irgendwie weiss ich nicht den Unterschied so richtig zwischen Röhrenverstärker und Transistorverstärker. Ist mein Topteil ein Röhrenverstärker? Ich habe in dem Zusammenhang mal was von Vollröhrendruck gelesen. Da kommt man irgendwie durcheinander.Oder was heisst eigentlich das AVT? Gibt es auch einen Halbröhrenverstärker?

Die Antwort:

Das Kürzel AVT steht für Advanced Valvestate. Dies ist die erweiterte Valvestate-Technologie, mit deren Hilfe sogenannte Hybrid-Amps gebaut werden. Dies besitzen eine einzige Röhre (12AX7), im Gegensatz zu den normalen Röhrenverstärkern, die meist mehrere Röhren im Vor- und Endstufenbereich besitzen. In meine Engl-Verstärker leuchten z.B. insgesamt 13 Röhren. Für Deinen Marshall könnte man also die Bezeichnung Halbröhren-Verstärker (Hybrid) wählen, wobei das keineswegs eine Halbe Sache ist. Zum Verständnis: Röhren sind zwar ziemlich alte Bauteile, aber man hat herausgefunden, dass ihre Eigenschaften eine angenehmen Sound liefern, gerade was die Verzerrung angeht. Transistoren hingegen sind etwas starrer, was aber für derbe Sounds auch nicht unbedingt schlecht ist. Transistoren sind außerdem billiger. Die Hybrid-Technologie sucht hier einen Mittelweg zwischen den Vorteilen der Röhre, den Vorteilen des Transistors und erzielt zudem einen Preisvorteil.

Wie kalibriert man einen Bass?

Anonymus schrieb uns:

Ich habe ein Stimmgerät bei dem ich die Frequenz von 410 bis 480 Hz einstellen kann. Bei einer E-Guitarre stell ich die am besten auf 440 Hz. ... aber wie sieht das bei einem E-Bass aus?

Die Antwort:

Das sieht genauso aus. Die Kalibrierung sollte ja auf allen Instrumenten gleich sein. E-Gitarre und Bass müssen gleich gestimmt sein. Das Stimmgerät dürfte auch die Saiten des Basses auswerten können. E-A-D-G - wie die unteren vier Saiten der Gitarre.

Was ist für Anfänger besser - eine Les Paul oder eine Stratocaster?

Anonymus schrieb uns:

Ich möchte mir aber bald eine E-Gitarre kaufen. Ich habe mich mal ein bisschen umgeschaut und herausgefunden, dass es ja ganz verschiedene Arten der Gitarren gibt. Gibson Les Paul und Fender Stratocoster. Sind dort die Soundarten verschieden ? Kann man nicht am Verstärker die Klangart ändern ? Und welche Kopie einer E-Gitarre würden Sie mir empfehlen ?

Die Antwort:

Ein Anfänger hat logischerweise kaum Klanggewohnheiten und Vorlieben für die E-Gitarre entwickelt. Deswegen kann der Klang erstmal kein Kriterium für eine Empfehlung sein. Die beiden großen Gruppen, die Sie genannt haben, sind unterschiedlich, nicht nur im Klang. Eine Les Paul-Form hat meist einen dickeren Hals, keinen Vibratohebel und nur zwei Tonabnehmer (Hals- und Steg). Sie hat einen warmen, lang anhaltenden Ton. Die Stratocaster verfügt über drei Tonabnehmer und einen Vibratohebel. Eine Stratocaster würde ich als die flexiblere bezeichnen, aber es kommt drauf an, welche Musik man machen will. Für unverzerrte, funky Sounds ist sie die bessere Wahl. Für Hardrock oder Blues ist eine Les Paul mit ihrem fetten Sound besser geeignet. Die billigen Strats haben einen Nachteil, wenn es um verzerrte Sounds geht. Sie klingen etwas dünner, reagieren aber stark auf Störfelder. Folge: Rauschen und Brummen. Ich würde sagen: Einfach mal in einen Laden gehen, beide Typen in der Hand halten und auch mal anschließen. Dann eine Gefühlsentscheidung treffen. Man kann mit keienr Gitarre was falsch machen.

Wie zieh ich die Saiten auf, so dass kein Rest übersteht?

Anonymus schrieb uns:

Ich habe eine Westerngitarre und habe bezüglich des Aufziehens neuer Saiten eine Frage: Wie bekomme ich es hin, dass nach dem Saitenwechsel nicht soviel vom Saitenende übrig bleibt und am Wirbel herausragt? Wieso sind bei neuen gitarren keine überstehenden \\\

Die Antwort:

Nehmen Sie einen Saitenschneider und Knipsen Sie die Reste ab. Das ist normal. Allerdings müssen Sie vorher darauf achten, dass wirklich auch mindestens 3 Umdrehungen auf der Rolle liegen. Sonst besteht die Gefahr, dass sich die Saiten schnell verstimmen, eventuell sogar locker werden. Man fädelt beim Aufziehen die Saite durch das Loch der Rolle und macht sie halbwegs straff. Dann nimmt man die Saite genau am Sattel zwischen Daumen und Zeigefinger und zieht sie zwei Bünde zurück. Diese Länge entspricht den nötigen Windungen auf der Rolle. Nun dreht man die Saite auf bis sie fest ist. Dann kann abgeschnitten werden.

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