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Zum tiefer Stimmen der Gitarre

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Frage

Anonymus fragte am 28.2.2007:

Ich wollte meine Gitarre tiefer stimmen! In wie weit ändern sich dann die Akkorde für die Lieder? Gibt es Grifftabellen für andere Stimmarten? Worauf muss ich beim Tieferstimmen achten? P.S.: Eure Gitarrero-CD ist einfach nur genial und macht Laune ohne Ende!



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Antwort

Das tiefer Stimmen ist besonders im Heavy Metal und seinen härtesten Ausprägungen verbreitet. Pioniere wie Black Sabbath oder etwa Slayer hatten schon früh die wuchtigere Klangqualität schätzen gelernt. Das trifft dann auf einen Halb- bis einen Ganzton tiefere Stimmungen zu. Bis an die Grenzen des Machbaren ausgreizt können das in extremeren Fällen um eine Terz oder gar eine Quarte tiefere Stimmungen sein. Hier wird die Gitarre aber restlos ihrer Ausdrucksmöglichkeit im Diskantbereich beraubt. Ich beschränke mich deshalb auf moderatere Varianten, die auch außerhalb des Metals - z.B. Transposition für tiefere Singstimmen - Anwendung finden können.

Will man unbedingt tiefer stimmen ist zu beachten, dass die ehedem verwendeten Saiten nicht mehr in der Normalspannung arbeiten werden. E-Gitarrensätze werden grob an Hand der Dicke der hohen E-Saite typisiert. Bei einer halbtönig abgesenkten Stimmung sind sogenannte 9er-Sätze m.E. nicht mehr dienlich. Der 10er-Satz ist in diesem Falle vertretbar, falls zuvor in Normalstimmung der 9er- Verwendung fand. Um einen Ganzton tiefere Stimmung verlangt dann 11er- evtl. gerade noch 10er-Sätze. Das sind aber nur grobe Anhaltspunkte, da die Sätze die Stärke der übrigen Saiten betreffend variabel sind. Das Wichtigste beim tiefer Legen ist, dass sich die Intonation - oft Bundreinheit genannt - mit Sicherheit verändern wird. Eine Neujustage der Untersattel ist also meistens erforderlich. Self-Made-Tips dazu gibt es in diesem Forum: Saitenlage und Bundreinheit bei der E-Gitarre .

Die tiefer gestimmte Gitarre kann man als transponierendes Instrument ansehen. Das ist der einfachere Weg. Bei Ganztonabsenkung spielt man also z.B. ein notiertes C, es klingt aber ein B. Welche Tonhöhen tatsächlich klingen, interessiert in diesem Fall nur diejenigen, die ihre Stimmung an der Transposition ausrichten müssen. Eine zweite Gitarre und ein Bass würden hier wahrscheinlich ebenso einen Ton tiefer stimmen. Alle können so tun - z.B. vom Blatt lesen - als wäre das C tatsächlich ein C.

Komplizierter wird der Fall, wenn die tiefer gestimmte Gitarre in größere Ensembles - z.B. eine Big-Band - eingegliedert würde. Hier wird natürlich nicht das ganze Orchester tiefer gelegt werden. Der Gitarrist muss also die Notation klingend umsetzen. Hier gibt es folgende Möglichkeiten der Bewältigung. Das Einfachste ist, die Noten einen Ganzton nach oben legen: Also - um beim Beispiel zu bleiben - D für ehedem C schreiben. Komplizierter wird es, die klingenden Tonhöhen auswendig zu beherrschen. Die E-Saite würde hier zur D-, die H- zur A- usw. Ich kenne aber keinen Gitarristen, der eine tiefer gestimmte Gitarre in diesem Rahmen benutzt.

Wozu die Gitarre tiefer stimmen, wenn sie wieder klingend Anwendung finden soll? Das würde ja bedeuten, einen Ganzton tiefer zu stimmen und - um den ganzen Aufwand mit der Transposition zu vermeiden - anschließend ein Kapodaster auf den 2.Bund zu setzen. Anders liegt der Fall, wenn die Stimmung von vorn herein in der Notation berücksichtigt wurde. Das trifft auf ältere Lautenkompositionen zu. Falls diese klingend notiert sind, müssen sie selbstverständlich auch klingend gespielt werden. Renaissance-Spezialisten können das dann vom Blatt. Jede Stimmung hat bestimmte (klingende) Lieblingstonarten und welche, die weniger brauchbar sind. Bei der normal gestimmten Gitarre kann schon die akkordische Begleitung zu "Hänschen klein" - sagen wir in Gis-Dur - problematisch werden. Warum? Die Leersaitenklänge passen nicht in die Tonart bzw. die Begleitakkorde.

es antwortete:

Lorenz Felgentreff

Gitarrist und Musikwissenschaftler
Berlin
Website: Gitarrenunterricht in Berlin

 

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