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Gitarrenlehrer-Sprechstunde ... Die richtige Gitarre für Linkshänder
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Die richtige Gitarre für Linkshänder

?
Frage

Anonymus fragte am 22.2.2007:

Ich bin Linkshänder, spiele aber eine Rechtshändergitarre. Sollte ich mir lieber eine Linkshändergitarre kaufen? Man hat mir wortwörtlich gesagt: Wenn du als Linkshänder eine Gitarre für Rechtshänder benutzt, vergewaltigst du deinen Kopf. Stimmt das?



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Antwort

Es ist nun mal so, dass man mit seiner Lieblingshand die viel direkteren Tätigkeiten verrichtet. Die weniger motorisch geübte Hand kann nur vergleichbar weniger anspruchsvolle Aufgaben erfüllen, oder aber sie dient automatisierten, also eintrainierten Bewegungen. Da der musikalische Rhythmus viel eher aus dem Bauch, aus einem unmittelbaren Gefühl heraus kommt, ist die Lieblingshand ideal als Anschlaghand geeignet. Akkorde und Melodien zu greifen bedarf Übung und Gewöhnung, wofür also die andere als die Lieblingshand nicht nur einfach übrig bleibt, sondern ideal ist. Die motorischen Fähigkeiten der Griffhand wachsen mit zunehmender Erfahrung, sind aber eben nur auf ansonsten im Alltag unbedeutende Bewegungsabläufe spezialisiert. Diese anatomischen Bedingungen sind universell. Linkshänder sind hier also keine Ausnahme.

Anders als bei symmetrischen Gerätschaften wie Messer, Zahnbürste, Zange etc., die in beide Richtungen gesehen uneingeschränkt funktionsfähig sind, verkehrt sich bei der Seitenumkehr der Gitarre die räumliche Reihenfolge der Saiten: Tiefe Saiten liegen bei normaler, aber seitengetauschter Haltung nun unten und hohe Saiten oben. Man kann die Saiten nicht einfach in umgekehrter Reihenfolge aufziehen. Dem ersten Anschein zum Trotz ist die Gitarre in Hinblick auf einen ganz wesentlichen Bestandteil unsymmetrisch. Das ist der zu den Bünden nicht parallel, sondern leicht schräge Steg. Tiefere Saiten haben also eine um einige Millimeter größere Mensur. Justierbare Untersattelhalterungen der E-Gitarre sind zudem durch die Form der Saitenauflagen an die Reihenfolge des Normalbezugs gebunden, obwohl sich die beschriebene Schrägstellung ja anpassen ließe.

Eine Rechtshändergitarre als Linkshänder zu spielen bedeutet also, sich mit der umgekehrten Saitenreihenfolge zu arrangieren. Für einfache akkordische Liedbegleitung und Melodien mag das noch gehen. Was ist aber, wenn man irgendwann Wechselbass - mit auf den tiefen Saiten liegenden Daumen - spielen oder allgemein auf empfohlene Fingersätze zurückgreifen will? Hier ist man dann ausgeliefert, hat sich also u.U. eine Basis geschaffen, auf der es in bestimmte stilistische Richtungen nicht weiter geht. Anderseits sind der eigenen Kreativität und Fähigkeit zur Spezialisierung keine Grenzen gesetzt. Mir fällt Jimi Hendrix ein, der die Rechtshändergitarre umgedreht hat. Nur hat nicht seine Haltung, sondern sein Sound und Können die Gitarrenwelt beeinflusst. Hendrix Nachspielen geht also auch mit normaler Haltung.

Nun weiß ich wirklich nicht wie sie ambitioniert sind. In der Regel beginnt man Gitarre zu spielen ohne sich Gedanken zu machen, wie sich die Beziehung zum Instrument über die Jahre hinweg entwickeln wird. Alles in Allem meine ich aber, dass das Risiko sich bestimmte Wege in der Entwicklung zu verbauen zu groß ist, als zu sagen: Der Preis einer Linkshändergitarre wiegt die sicheren Unwegsamkeiten mit der Rechtshändergitarre eventuell nicht auf. Zu den sich mit Sicherheit einstellenden Problemen gehört dann auch, dass sich der Schwierigkeitsgrad vorgegebener Übungen aus Gitarrenschulen erhöhen wird, weil diese eben auf eine andere Haltung der Gitarre ausgerichtet sind. Diese Einschränkungen ergeben sich. Eine Entscheidung gegen meinen Rat zieht jedoch nicht die Konsequenz nach sich, dass sie bei anhaltender Spielpraxis von einem schleichenden Wahnsinn befallen werden. Wahrscheinlicher wäre hier, dass sie die Lust am Gitarre spielen verlieren.

es antwortete:

Lorenz Felgentreff

Gitarrist und Musikwissenschaftler
Berlin
Website: Gitarrenunterricht in Berlin

 

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