Gitarre lernen am Computer
 
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Ab welchem Alter auf der Gitarre Akkorde lernen?

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Frage

Uli fragte am 17.2.2012:

Unser Sohn (wird im Mai 8) lernt seit Mai 2011 zusammen mit zwei gleichaltrigen Klassenkameraden Gitarre. Allerdings lernt er nur Melodien, keine Akkorde. Darauf angesprochen, meinte der Lehrer, er würde bald damit anfangen, was bislang aber noch nicht passiert ist. Ist das üblich, so lange mit den Akkorden zu warten?



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Antwort

Das früheste Einstiegsalter zum Gitarrelernen ist meiner Meinung nach mit dem Schulbeginn gut definiert.
Beim Erlernen eines Instrumentes ist nicht auf das Erlernen des Spielvorgangs reduziert. Gerade im Kindesalter ist der Instrumentalunterricht die wohl beste Form, eine allgemeine musikalische Bildung zu erlangen. Diese umfasst nicht nur theoretische Aspekte wie das Notenlesen und die Harmonielehre, sondern auch alle Fähigkeiten, die jeder Musiker gleichermaßen besitzen sollte: Rhythmusgefühl, musikalisches Vorstellungsvermögen, musikalisches Gehör, musikalisches Gedächtnis, Stilempfinden usw. .
Beim Erarbeiten einer Methodik muss man die allgemeinen instrumentenunabhängigen Faktoren berücksichtigen. Beispielsweise weiß ich aus Erfahrung, dass es wenig Sinn macht, den komplizierten Rhythmus einer Charthit-Rap-Melodie mit einem Anfänger einzuüben, nur weil dieser Fan davon ist. In der Regel scheitern solche Projekte an der fehlenden rhythmischen Vorbildung. Genauso ist es in der frühen Musikausbildung. Diese beginnt bekanntermaßen nicht mit Instrumentspielen, sondern mit Singen oder mit Bewegung, oder auch mit Klatschen und Trommeln. Eltern und Erzieher wissen, dass es immer wieder die gleichen einfachen Melodien sind, die den Kindern sofort ins Ohr gehen, dass es die immer gleichen Spiele sind, die allen Spaß machen usw. . Die meistgesungen Kinderlieder haben einen einfachen Rhythmus und sind melodisch im Raum der ersten fünf Töne der Durtonleiter angesiedelt. Es ist nicht verwunderlich, dass der Instrumentalunterricht in ähnlicher Weise vorgeht. Einfache, gut reproduzierbare Inhalte kommen zuerst, komplexere hingegen später. Man nimmt an, dass Melodien dem kindlichen Vorstellungsvermögen eher gerecht werden als z.B. Harmoniefolgen. Und man nimmt auch an, dass das Spielen von Melodien besser zur Anwendung geeignet ist. Nehmen wir an, Ihr Kind soll der Oma mal etwas vorspielen: Eine wenn auch schlichte Melodie hat da sicher eher eine Aussagekraft als eine Abfolge von Akkorden.

Aber! - und jetzt kommt wie so oft das große "Aber": Es gibt auch eine Reihe von Gründen, die eine abweichende Sicht belegen können. Ein Grund ist, dass Sie diese Frage stellen. Warum stellen Sie die Frage? Sicher, weil Sie sich die Gitarre in erster Linie als ein Rhythmusinstrument vorstellen. Sie sehen im Fernsehen oder live zu 90 Prozent Gitarristen, die nur Akkorde spielen. Ein noch deutlicheres Beispiel ist das Schlagzeug. Wenn Sie Ihr Kind zum Schlagzeugunterricht schicken würden, dann würden Sie sich auch wundern, wenn zunächst eine 2-jährige Grundausbildung auf der kleinen Trommel anstünde, weil die musikpädagogischen Argumente dafür sprechen. Ich persönlich halte es für einen Fehler, die allgemeine Spielpraxis eines Instrumentes sowie die Erwartungen der Schüler bzw. Eltern auszublenden, um einen mehr oder weniger wissenschaftlichen Plan zu exerzieren. Allerspätestens wenn der Schüler, egal welchen Alters, Interesse am Akkordspiel hat, dann sollte das gemacht werden. Wieviele ehemalige Gitarrenschüler haben ihren Gitarrenlehrern geglaubt, dass das Melodiespiel die Grundlage des Gitarrenspiels ist, und haben irgendwann gefrustet aufgeben? Heute liegt die Gitarre im Keller, obwohl sie gerne mal ihr Lieblingslied begleitet hätten. Es ist die Aufgabe eines guten Gitarrenlehrers Mittel und Wege zu finden, den praktischen Sinn zu fördern ohne gleich den künstlerischen bzw. musikpädagogischen Aspekt aufzugeben. Das Mitsingen zum eigenen Akkordspiel könnte Kindern schwer fallen. Aber im Multimedia-Zeitalter gibt es Möglichkeiten, dennoch ein Spielerlebnis zu schaffen - z.B. mit unserer Lernsoftware Gitarrero Beginner. Natürlich wird es eine Reihe von Pädagogen geben, die das Spielen mit einer 'Computerband' für unmusikalisch halten. Das mag in gewisser Weise stimmen, aber es soll ja auch nicht das Ziel sein, sondern nur der Weg. Und abgesehen davon: Der Großteil der uns heute umgebenden Musik ist tempokonstante Tanzmusik, meist Timecode-basiert und vorwiegend getrennt voneinander eingespielt. Auch hier ist die Praxis dem Unterricht davongeeilt.
Mit diesen Denkanstößen im Rücken, können Sie sich ruhig getrauen, dem Gitarrenlehrer gegenüber den Wunsch nach Akkordspiel auszudrücken. Melodiespiel ist keine Voraussetzung. Ich würde die Plektrumtechnik dabei vorziehen, auch bei Konzertgitarren. Meine Erfahrung ist, dass ein gut entwickeltes Akkordspiel die Schüler besser an das Instrument bindet, ihnen früher oder später bessere Einsatzmöglichkeiten bietet und dem Zeitgeist des Instrumentes einfach eher entspricht.

es antwortete:

Jan Wetzel

Gitarrist, Dipl. Musiker und Musikpädagoge
Dresden

 

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