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Gitarrenlehrer-Sprechstunde ... Was muss ich beim tiefer Stimmen beachten?
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Was muss ich beim tiefer Stimmen beachten?

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Frage

Torsten fragte am 5.2.2008:

Ich spiele seit 8 Jahren Gitarre, seit etwa 5 Jahren E-Gitarre und seit längerem in einer Metal-Band. Aber leider muss ich dort bei den meisten Liedern, die wir spielen wollen (z.B.: In Flames - Episode 666), folgendermaßen stimmen: C, F, Bb, Eb, G, C. Da sind die Saiten total locker und springen fast vom Sattel. Außerdem verstimmen sie sich durchs Greifen sehr schnell. Mein Gitarrelehrer hat mir eine Anleitung gegeben, wie ich meine E-Gitarre umbauen kann, um diese Probleme zu vermeiden. Danach muss man den Klemmsattel mit einer Feile bearbeiten, den Halsstab neu einstellen, die Halskrümmung gegebenenfalls verändern usw. Aber leider braucht man dazu sehr viel Geschick und Erfahrung. Da ich mir das nicht zutraue und meine E-Gitarre nicht verschandeln will, habe ich vor, diesen Umbau von einem Musikfachgeschäft o.ä. machen zu lassen. Welche Kosten kommen in etwa auf mich zu? Vielleicht könnt ihr mir auch noch andere Möglichkeiten beschreiben, meine E-Gitarre so tief zu stimmmen.



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Antwort

Im Prinzip hat Dein Lehrer recht. Mit anderen Saiten und nach Umstimmen ist die Mensur nicht mehr korrekt. Anderseits könnte man sagen, dass Gitarrenmensuren eigtl. nie völlig korrekt sind. Der parallel zu den Bünden ausgerichtete Obersattel, die Relationen der Bundabstände und ihre ebenfalls parallele Ausrichtung sind auch in der Standardstimmung problematisch. Man kann diesem Missstand - der traditionell im Gitarrenbau verankert ist - zum Glück durch Justage der Untersattel und evtl. der Halskrümmung begegnen - zumindest bei E-Gitarren. Das ist ein Kompromiss, mit dem sich so gut wie jeder Gitarrist zufrieden geben muss. Das gilt auch für Deine angestrebte Stimmung.

Wahrscheinlich verwendest Du bisher einen 9er-Satz, der bei einer Terz tiefer absolut nicht mehr geeignet ist. Um in der neuen Stimmung eine ähnliche Spannung zu erreichen, musst Du einen Satz aussuchen bzw. zusammenstellen, bei dem die Durchmesser der hohen E-, H- und G-Saite im Verhältnis 5:4 zu den bisher verwendeten stehen. Für ehemals 9, 11 und 16 passt dann 11, 14 und 20 (100stel Inch) einigermaßen. Bei den umsponnenen Saiten ist diese Faustregel nicht mehr ganz zuverlässig, da hier noch die variablen Verhältnisse zwischen Umspinnung und Kern ins Spiel kommen. Auf 11, 14 und 20 passen dann aber i.d.R. die jeweiligen Standards, also z.B. ein 11 auf 52-Satz.

Vor dem Saitenwechsel kannst Du schon ad hoc einige Veränderungen an der Mensur vornehmen. Betrachte dazu die ehemaligen Untersattelpositionen der G- und H-Saite. Der G-Sattel ist normalerweise gegenüber dem H-Sattel um einige Millimeter zurückgesetzt und steht etwas höher. Deine neue H-Saite wird zwar etwas dünner als die ehemalige G-Saite sein, aber gleich gestimmt werden. Pi mal Daumen kannst Du deinen H-Sattel also ungefähr auf die Hälfte der ehemaligen Distanz bringen, also halb zurücksetzen und ebenso anheben. Hast du eine Floyd-Rose-Brücke, kannst Du letzteres nur durch gänzliches Anheben des Stegs bewerkstelligen. Die übrigen Sattelreiter kannst Du nun am H-Sattel orientiert so zurücksetzen, dass die neuen Positionen in etwa den alten Relationen entsprechen. An der Halskrümmung würde ich vorerst nichts verändern. Die Feile würde ich vom Klemmsattel gänzlich fern halten. Seine Sattelkerben passen auch zu dickeren Saiten. Wenn deine Tremolobrücke federgelagert und nicht festgestellt ist, muss sie wahrscheinlich durch Lösen oder Anziehen der Federschrauben wieder ins alte Gleichgewicht gebracht werden. Das siehst Du nach dem ersten Stimmen des neuen Satzes.

Nach diesen Vorbereitungen kannst Du eine Feinjustage vornehmen. Anhaltspunkte dazu sind hier schon beschrieben worden: Saitenlage und Bundreinheit bei der E-Gitarre. Und: Wie optimiere ich meine Saitenlage? Nach dieser Anleitung kannst Du deine Mensur bei optimaler Saitenlage ebenso gut in Stimmung bringen wie es mit Standardstimmung möglich wäre. Da Du offenbar keine zweite Gitarre hast, wirst Du nun aber nicht mehr in Standardstimmung spielen können, was im Gitarrenunterricht problematisch werden könnte. In der Werkstatt wirst Du für eine leidliche Anpassung an die tiefere Stimmung mind. 30€ zahlen. Teuerer wird es bei hohen Ansprüchen an die Justage.

es antwortete:

Lorenz Felgentreff

Gitarrist und Musikwissenschaftler
Berlin
Website: Gitarrenunterricht in Berlin

 

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