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Gitarrenlehrer-Sprechstunde ... Wie erzeuge ich bestimmte Feedbacks?
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Wie erzeuge ich bestimmte Feedbacks?

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Frage

Anonymus fragte am 8.1.2008:

Wie erzeuge ich mit der E-Gitarre bestimmte Feedbacks a la Peter Buck?



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Antwort

Ohne spezielle Zusatzeffekte, die Kopplungen künstlich erzeugen, muss hier mit genügend Pegel gespielt werden. Das Ausgangssignal muss also ein gewisses Energielevel haben, damit es auf den Eingang - die Saitenschwingung - einwirken kann. Außerdem ist ein gewisses Maß an Verzerrung nötig, um Obertöne besser anregen zu können. Bei zu hohem Pegel können die Tonabnehmer aber auch direkt mit dem Ausgang koppeln, was ein unangenehmes Störsignal darstellt, musikalisch also wenig brauchbar ist. Für den bewussten Einsatz von Feedbacks muss die Anlage also in einem bestimmten Pegelbereich arbeiten. Man kann sein Gesamtsystem - Gitarre, Amp, Boxen - aber nicht beliebig koppeln lassen. D.h., welche (Ober-)Töne beim Ausschwingen bzw. dem leichten Anregen einer Saite entstehen, hängt von Resonanzeigenschaften ab, die sich nur begrenzt manipulieren lassen. Um Peter Bucks Feedback zu bekommen, muss man also im Prinzip dessen Equipment mit denselben Einstellungen und darüber hinaus noch in gleicher Räumlichkeit spielen.

Wenn Du Feedbacks musikalisch nutzen willst, musst Du also zunächst mal dein System kennenlernen. Welcher Oberton schwingt sich z.B. beim Ausklingen deiner leeren A-Saite ein? Entsteht bei anderer Tonabnehmer-, Filter-, Zerrer- und Pegelwahl evtl. ein anderer Ton? Wie koppeln andere Grundtöne? Du wirst dann feststellen, dass manche abgegriffene Töne schneller koppeln als andere. Das hat damit zu tun, dass sowohl Boxen + Verstärker als auch Saiten + Tonabnehmer charakteristische Frequenzgänge haben. Bei Deckungsgleichheit von Resonanzspitzen koppelt es also schneller. Saiten können dabei praktisch nur mit Schwingungen resonieren, die eine ganzzahlig vielfache Frequenz ihrer eigenen Grundschwingung haben. Hauptsächlich spielen dann Oktaven, Quinten, Großterzen, große und kleine Septimen eine Rolle, die sich in höheren Oktavlagen aufschaukeln können.

Wegen der beschriebenen Pegelabhängigkeit ist für das Spielen von Tonabfolgen via Feedback ein Volumepedal sehr hilfreich. Man kann damit von Ton zu Ton den gewünschten Kopplungseffekt durch ein sanftes Fade-In erzielen. Das Einschwingen von Feedbacks ist außerdem durch eine leichtes Vibrato mit dem abgreifenden Finger beeinflussbar, wobei die Saite nicht angeschlagen wird. Durch die dabei stattfindende Reibung auf dem Bundstäbchen wird die Saite sehr schwach angeregt, was ein schnelles Koppeln begünstigt. Wichtig ist dabei, alle anderen Saiten mit Links oder Rechts zu dämpfen. Ein weiterer Faktor ist die Distanz zwischen Gitarre und Box sowie deren Gerichtetheit. Wenn der Lautsprecherschall senkrecht und direkt auf die Saite bei geringem Abstand fällt, koppelt es natürlich schneller, als bei größerem Abstand und anderen Winkeln bzw. Abschirmungseffekten. Man kann die Gitarre also in Richtung Box halten oder sich von ihr wegdrehen, wodurch man mit dem Körper den Schall mehr oder weniger abschirmt, sich näher an die Box oder weiter weg von ihr aufstellen; All das hat zusätzlichen Einfluss.

Die Tongebung von Feedbacks kann man zudem mit parametrischen EQ's beeinflussen. Nehmen wir beispielsweise das A mit der Grundfrequenz 110Hz und stellen den EQ auf eine Mittenfrequenz von 660Hz mit großer Flankensteilheit ein, dann koppelt es wahrscheinlich in der doppeloktavierten Quinte des Grundtons A. Das funktioniert natürlich nur, wenn der entsprechende Oberton genügend Resonanz aufweist, was - wie gesagt - nicht immer der Fall sein muss. Ist der EQ programmierbar und über Midi ansteuerbar, lässt sich die Tonalität von Feedbacks sehr gezielt beeinflussen. Man kann dann regelrechte Obertonmelodien erzeugen. In Verbindung mit Harmonizern, Effekten zur Raumsimulation etc. stehen dann noch weitreichendere Möglichkeiten der Klanggestaltung zur Verfügung.

es antwortete:

Lorenz Felgentreff

Gitarrist und Musikwissenschaftler
Berlin
Website: Gitarrenunterricht in Berlin

 

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