Gitarre lernen am Computer
 
Gitarrero Beginner Gitarrero Rock&Pop Gitarrero LeadStar Bass Beginner Guitar Explorer Notenmeister Zubehör
Gitarrenlehrer-Sprechstunde ... Wie finde ich selbständig die richtigen Begleitakkorde?
Demo Download
>> Download
>> Alle Produkte
>> Warenkorb
>> Kontakt
   
>> Gitarren-FAQ
>> Sprechstunde
>> Gitarrentips
>> Easy Songs
>> Meinungen
>> Links
   
>> Versand
>> AGB
>> Impressum

 

 

LogIn für User

EMail

Passwort



Registrieren

 

Wie finde ich selbständig die richtigen Begleitakkorde?

?
Frage

Anonymus fragte am 26.3.2007:

Ich habe da ein Lied, das mir gefällt und das ich gerne spielen würde. Ich kenne einige Akkorde und habe im Internet gesucht, aber dieses Lied ist nirgentwo zu finden. Mein Onkel sagte zu mir, man sollte lernen nach Gehör zu lernen und zu spielen, was bei mir nicht recht klappen will. Kann man da was machen, damit es einem leichter fällt?



>>
Antwort

Zunächst gebe ich dem Onkel recht, wenn er meint, man müsse nach Gehör spielen lernen. Alles andere wäre ja auch Quatsch. Selbst wenn man nach Noten spielt, informieren ja die Ohren darüber, ob das, was man spielt, das Richtige ist. Die Verwendung von Noten behindert also keineswegs die Gehörschulung. Konkreter wird das Problem, wenn man etwas spielen will, wofür es keine Noten gibt. Hier geht man neue Wege: Nicht von der Notation zum Gehör, sondern umgekehrt.

Bei akkordharmonischen Stücken gibt es in der Tat einige Tips zum herunterhören, also dem transskribieren der Akkorde. Ich erwähne hier die Akkordharmonik, weil es auch Musik gibt, die sich nicht mit einfachen Gitarrenakkorden reproduzieren lässt. Z.B. ein groovy James-Brown-like Funksong, der sich auf ein bis zwei Akkorde zurückführen lässt: Derartige Stücke leben vom rhythmischen Zusammenspiel melodischer Phrasen. Außerdem ist klar, dass der meiste Hip-Hop-Stuff nicht in der Akkordik, sondern in der Sprache und dem Soundsampling zu Hause ist. Gleiches trifft auch auf viele (Hard) Rock-Stücke zu, die meistens durch sogenannte Riffs getragen werden, die sich oft nicht so recht harmonisieren lassen.

Diese Ausnahmefälle berücksichtigend findet man im Pop-, Rock- und Jazzbereich zum Großteil akkordharmonisches Material: Eine sangliche Melodie, die sich mit Dreiklängen (nichts anderes sind einfache Dur- und Mollakkorde) begleiten lässt. Der erste Schritt zur Harmonisierung ist, dass man die Struktur des Stücks erkennt:
  • Welche Songabschnitte wie z.B. Strophe und Refrain wiederholen sich, welche werden evtl. leicht abgewandelt wiederholt, welche kommen evtl. nur einmal vor?
Nun kann man abschnittweise vorgehen, und einzelne Songteile darauf hin abhören, an welchen Stellen Akkorde wechseln. Man versucht also noch gar nicht den konkreten Akkord herauszufinden, sondern erstmal zu hören, wo Akkorde gewechselt werden müssen.
  • Welche Rhythmik liegt der akkordischen Begleitung zu Grunde? Meistens wechseln Akkorde in regelmäßigen Abständen, also z.B. immer am Taktanfang oder aller zwei Takte u.ä.
Daran anschließend hört man abschnittweise die Akkorde heraus. Tip hierzu:
  • Versuche herauszuhören, welche Töne der Bass spielt! Er bestimmt die Grundtöne der Akkorde. Auf diesen aufbauend kann man durch probieren versuchen, ob über den Grundton Dur oder Moll erklingen muss. Die noch unbekannten Töne kann man zur Not einzeln durch Mitsingen finden und anschließend auf der Gitarre "suchen".
In einigen Fällen spielt der Bass nicht den Akkordgrundton, sondern die Terz oder Quinte des Dreiklangs; er spielt beim C-Dur-Akkord z.B. E statt C. Das lässt sich ebenfalls durch Probieren herausfinden. Derartige Akkordumkehrungen versucht man in der Harmonisierung beizubehalten: Man notiert sich hier also, dass das E im Bass des C-Dur-Akkordes liegen soll. Neben den erwähnten Dreiklängen, spielen natürlich noch Vierklänge eine Rolle. Einfachstes Beispiel ist der Dominant-Sept-Akkord, also z.B. G7 für C-Dur. Das beschriebene Prinip bleibt aber das gleiche, nur das neben einfachem Dur und Moll noch Zusatztöne auftreten.

Eine wichtige Voraussetzung dazu, dass man mit einer CD, einem Tape oder einer LP mitspielen kann, ist, dass die Stimmung der Gitarre dazu passt. In einigen Fällen kann es vorkommen, dass die Gitarre exakt gestimmt ist, aber dennoch kein einziger Ton zur Aufnahme passt. Hier kann die Tape- oder LP-Laufgeschwindigkeit oder auch die Stimmung der Originalaufnahme schuld sein. Das zu vermeiden sucht man sich einen möglichst lang ausgehaltenen Ton in der Aufnahme und einen Gitarrenton, der am "nächsten" an diesen heranreicht. Die Töne sind dann aufeinander abzustimmen, worauf dann alle übrigen Saiten der Gitarre neu zu stimmen wären. Zu erwähnen sei noch, dass der zu harmonisierende Song auch in einer gitarrenunfreundlichen Tonart stehen kann. Sich daraus ergebende Schwierigkeiten umgeht man vorerst mit dem Kapodaster: Man setzt es auf einen der ersten 5 Bünde. Eine dieser Positionen garantiert einfacheres Greifen.

es antwortete:

Lorenz Felgentreff

Gitarrist und Musikwissenschaftler
Berlin
Website: Gitarrenunterricht in Berlin

 

Antworten, die Stichwörter zu diesem Thema enthalten ...

in der Gitarrenlehrer-Spechstunde:

aus den Gitarren-FAQ:


zur Übersicht aller Fragen und Antworten

Suche nach Stichwort

Bitte hier ein oder mehrere Stichwörter eingeben          


 

Eine Frage stellen

Deine EMail-Adresse

Deine Frage
    

 

 

  Ihr Warenkorb
Ihr Warenkorb ist leer.

Copyright: Gitarrero Software 2017. Alle Rechte reserviert. AGB Versand Impressum Kontakt Linktausch Datenschutz

Alle Produkt-Preisangaben enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer.